Die Rose sehen…


Ich sitze hier
Laute Musik im Lokal…
Ein paar verirrte Seelen kommen durch die Tür herein,
auf der Suche nach Tisch und Bier…
Und manch minderintelligenter Blick kreuzt den meinen…
Ich sitze hier mit einem Glas Bier in der Hand,
und Denke und Blicke…
Manch subilluminierte Gestalt spült sich noch den letzten Rest an Bewusstsein
Aus den Gehirnwindungen…
Das blubbern der Espressomaschine bringt meinen Blick
Wieder in die Gegenwart,
und darauf warum ich hier bin, wohin es mich sehnt…


Gekommen bin ich um eine Rose zu sehen.
Und ich sehe sie.


Ich sehe wie sie auf und ab läuft, Gäste bedient,
und sich bemüht zu verdrängen wer sie selber ist.
Ich bin gekommen um die Rose zu sehen, ihren Duft zu inhalieren,
und ihre Stacheln zu streicheln.
Aber sie läuft auf und ab.
Manchmal ein flüchtiger Blick, ein kurzes Lächeln.
Wie ein lichter Schatten husch sie an mir vorüber,
und ich weiß sie kann nicht anders.
Kein Duft, keine Stacheln.
Ein paar gut gelaunte Betrunkene blödeln sie an – sie kann gut damit umgehen.
Doch in meiner Brust ballt sich eine Faust.


Ich bin gekommen um die Rose zu sehen…
Und gesehen habe ich sie.


Habe einen Hauch ihres Duftes inhaliert.
Ich werde besser gehen, und flüchte für uns beide.
Beim Zahlen frag ich noch „Gibt man der Frau die man liebt eigentlich Trinkgeld?“
Ein kurzes Lächeln und eine kurze Umarmung sind die Antwort.
Meine Beine tragen mich schneller fort,
als meine Gedanken es können.
War es gut hier gewesen zu sein?
Gebe ich ihr das Gefühl, dass sie nicht alleine ist?
Und das ich der Pfeiler ihres Lebens sein möchte?
Oder versuche ich aus ihrem Mythos eine Realität zu machen?
Who cares…


Ich bin gekommen um die Rose zu sehen…
Und ich gehe, um weiter von ihr träumen zu können….